
zeigt Ihnen wie es geht.
Die sprachliche Kommunikation beschäftigt sich mit Inhalten, die zwischen einzelnen Personen bewusst und unbewusst ausgetauscht werden, einschließlich aller diese Information beeinflussenden Faktoren. Dazu gehören auch die im SKIA Modell vorgestellten Botschaftsanteile!
Am einfachsten lässt sich die damit verbundene Problematik einer Sprechebene durch das Modell der sokratischen Differenz wiedergeben:
Wenn sich zwei Personen unterhalten, tauschen sie Nachrichten aus. Derjenige, der die Nachricht weitergibt, ist der Sender. Der, der sie empfängt, ist der Empfänger.
Sieht man sich diesen Prozess genauer an, so kann dieser folgendermaßen unterteilt werden:
Hören, interpretieren und fühlen sind die wichtigsten Elemente des Bewusstseinsgrades und getrennt zu beobachten!
Für Klärung im Gespräch ist es auch notwendig nachzufragen, ob eine Interpretation zutreffend oder unzutreffend ist. Ungeklärte falsche Interpretationen können zur selbsterfüllenden Prophezeihung führen. Insbesondere kann nur der andere entscheiden, ob meine Interpretation richtig war! Interpretationen sind immer ich- und keine du-Botschaften ("Ich bin verletzt"-"Du hast mich beleidigt").
Teile der Nachrichten, die nicht ankommen, werden durch den Empfänger aus eigenen Gedanken ergänzt!
Nachrichten können durch den Empfänger mit selbsterzeugten Nachrichten ergänzt werden. (Komm bald heim + Lass mich nicht allein)
Jeder einzelne Punkt kann zu Missverständnissen führen, obwohl beide recht haben; der, der was gesagt hat und der, der die Nachricht gehört hat.
Im Gespräch ergeben sich daraus zwei Forderungen um Missverständnisse zu vermeiden:
In der Kommunikation erfolgt der Austausch von Meinungen nicht nur einmalig zwischen Sender und Empfänger, sondern als Interpunktion von Ereignisfolgen, die das Verhalten der Kommunikationsteilnehmer organisiert. Unterschiedliche Meinungen einzelner Teilnehmer auf dem Gebiet der Interaktion sind die Wurzel vieler Beziehungskonflikte. So wird verkannt, dass:
Wechselbeziehungen zwischen zwei Individuen beinhalten Änderungen der Normen individuellen Verhaltens, ohne dass sie von außen beeinflusst werden, daher sind Interaktionen nicht stabil. Beruht die Reaktion der Partner auf Gleichheit in ihrer Beziehung, läuft ihre Kommunikation symetrisch ab. Ergänzen sie sich gewollt oder ungewollt in ihrer Beziehung, nennt man das eine komplementäre Kommunikation.
Störungen in der symetrischen Kommunikation führen zu einem offenen Konflikt in der ein Teilnehmer gleicher als der andere sein will.
In der komplementären Kommunikation führt dies zur Nichtbeachtung der Existenz des anderen. Konflikte in der komplementären Interaktion können entstehen, wenn die Beziehung sich nicht oder zu schnell ändert, oder die Rolle mit einer Existenz nicht übereinstimmt.
Beziehungssysteme werden von beiden getragen und sind schwer änderbar.
Eine Folge der Interaktion ist die selbsterfüllende Prophezeihung. Der Betrachter sieht sein Verhalten als Reaktion, aber nicht als auslösendes Element.
Jene Faktoren, die die Beurteilung einer Information durch die Beziehungsebene beeinflussen, können im Wirkungsmittelkreis dargestellt werden.